TGA

 

Projektierungsbüro Haustechnik Hackenberg HLKS

 

Lueftung 

Heizung

Wasser

Beratung | Planung | Projektierung      

E n e r g i e
H e i z u n g
L ü f t u n g
K l i m a 
S a n i t ä r


 

Schalter Home
Leistungen
Fachbereiche
Info-Technik
Wärmepumpe
Lüftung
Solar
Brennwert
Holzkessel
Energiesparen
Trinkwasser
Brennstoffzelle
Energieträger 
Umwelt 
Spiele
Lage
Links 
Kontakt
Impressum 
 

 
100

 Wärmepumpe:


William Thomson erfindet im Jahre 1852 die Wärmepumpe. 
Sie erlangt zunächst keine praktische Bedeutung.
Brennmaterial ist billig, und es gibt noch keine geeigneten Elektrokompressoren.

Wärmepumpe
 


I
n der Wärmepumpe arbeitet ein Wärmeträger im Kreislauf: 

Zunächst ist die Wärme mit niedriger Temperatur ohne Nutzen; der Wärmeträger nimmt sie bei     Umgebungstemperatur auf und verdampft (Verdampfer); durch die anschließende Kompression
des Wärmeträgers (Verdichter) wird zusätzlich Energie zugeführt, um die Wärme auf ein höheres
Temperaturniveau zu heben; nach Wärmeabgabe (Heizung) unter Aggregatszustandsänderung 
und nach Entspannung des Wärmeträgers (Drosselventil / Expansionsventil) beginnt der 
Kreislauf von neuem.

  Betriebstemperatur: maximal  55°C.

  Kältemittel Arbeitsdruck:
  Verdampferseite   (zwischen
Expansionsventil und Verdichter)   3,5 bar
  Verflüssigerseite  (zwischen Verdichter und
Expansionsventil)  13,5 bar

   Wärmequellen:
 - Grundwasser  + 7 bis + 12 °C: 
   ca. 1.0 cbm/h Förderleistung pro 6 KW 
 
  Abstand zwischen Förder- und Schluckbrunnen > 10 Meter
   Auf Senkung des Grundwasserspiegels achten
   Das Wasserwirtschaftsamt erteilt die Genehmigung.

 - Erdkollektoren horizontal:
   ca. 15 bis 40 Watt pro qm je nach Bodenart.
   Soletemperatur ca. + 2 °C
   Auf die Südseite des Gebäudes verlegen.

   Gebäudeabstand 3 bis 5 Meter.
   Verlegeabstände zwischen 80 und 150 cm.
   Verlegetiefe ca. 1,5 bis 1,6 Meter.
    Auf Eisbildung achten
   
 - Erdsonden vertikal Tiefe bis ca. 100 mtr.
   ca. 15 bis 50 Watt pro Meter je nach Bodenart.  
   Soletemperatur ca. + 5 °C
   Sondenabstand mindestens 5 bis 8 Meter
   Auf Eisbildung achten
   Das Wasserwirtschaftsamt erteilt die Genehmigung für Erdsonden bis zu einer 
   Tiefe von 100 m, das Bergamt ist ab 100 m zuständig. 
   In Wasserschutzzonen (I und II) sind Erdsonden untersagt.


 - Luft größer + 8°C
   ca. 360 cbm/h pro KW
   Auf Reifebildung achten bei Lufttemperaturen unter + 8°C


25 % Strom + 75 % Überschusswärme aus Luft, Erde oder Wasser = 100 % Heizwärme
(Leistungszahl  COP 4  )

 

0
^ Seitenanfang
20
 Wärmerückgewinnung in Klima- und Lüftungsanlagen:

          


Aufbau  WRG-Gerät:

 1. Ventilatorteil.
 2. Wärmerückgewinnung mit Plattentauscher.
 3. Filter in unterschiedlichen Güteklassen.
 5. Revisionsteil mit Türe bzw. Ausgleichsteil.
 6. Erhitzerteil mit Heizregister zum Nachheizen. 

 Bei Bedarf:
 4. Mischkammersystem zur Regulierung von Luftströmen bzw. zur 
     Temperaturregelung.
 7. Kühlerteil mit Kühlregister.
     Leerteil mit Tropfenabscheider und Wanne

..............................................................................................................

 Funktionsweise der Wärmerückgewinnung:

 Unter Wärmerückgewinnung versteht man die Nutzung der Wärme der 
 Raumluft, die - aus hygienischen Gründen - das Gebäude verlässt. 
 Diese warme Abluft kann ihre Wärmeenergie über Plattentauscher an die
 Zuluft übertragen und diese damit aufwärmen. 
 Voraussetzung ist dabei allerdings eine luftdichte Gebäudehülle, damit 
 möglichst viel Luft über die Lüftungsanlage ausgetauscht wird. 
 Weiterhin müssen die Ventilatoren energieeffizient sein, damit die 
 bedeutende Energieeinsparung durch die Wärmerückgewinnung nicht durch
 den Stromverbrauch der Ventilatoren kompensiert wird. 

 Wärmerückgewinnung aus der Abluft bis zu 60 %. (Rückwärmezahl 0,6)
 ( 60 % = Theoretisches Potenzial) 
 Auf Frostschutz achten.        
       

 

0
^ Seitenanfang
300
 Solarenergie:
 
Höchster PRO-KOPF-VERBRAUCH von Solarenergie:
Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl hatte die Schweiz im Jahre 1999 den weltweit höchsten Verbrauch von Solarenergie. (Watt pro Person)
1. Schweiz: 1,82 Watt / P.  2. Deutschland: 0,71 Watt / P.   3. Japan: 0,65 Watt / P.   
 
Leistungsbilanz der Sonnenstrahlung:

Leistungsbilanz der Sonnenstrahlung
Leistungsbilanz der Sonnenstrahlung ( in KWh/qm ) bei günstigen
Strahlungsbedingungen in Mitteleuropa ( 50 ° nördliche Breite )
Sonnenhöhe 60 °, wolkenloser, dunstfreier Himmel.
Fläche senkrecht zur Strahlungsrichtung

Quelle: RWE, Essen

Solaranlage zur Warmwasserbereitung:

Solaranlage  A

 B

 C

 D

 E

 F

 G

 Sonnenkollektor

 Solarregelung

 Zirkulation

 Entnahmestellen

 Heizkreis 

 Heizkessel 

 Wassererwärmer


      Solarer Deckungsanteil für die Warmwasserbereitung:
      bis zu  60 % vom Jahresenergiebedarf zur Warmwasserbereitung.

      Anlagenwirkungsgrad  30 bis 45 %

      Anlagen mit geringem  Deckungsanteil ergibt höheren  Anlagenwirkungsgrad. 
      Anlagen mit hohem  Deckungsanteil ergibt niedrigeren  Anlagenwirkungsgrad. 

Solare Deckung


 
Aufbau von Flachkollektoren:   Aufbau von Röhrenkollektoren:
Flachkollektor   Röhrenkollektor

 

0
^ Seitenanfang
350
 Brennwerttechnik:
 
Brennwerttechnik
Die Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Wärme, die als messbare 
Temperatur der Heizgase bei der Verbrennung entsteht (Heizwert), 
sondern auch zusätzlich deren Wasserdampfgehalt (Brennwert).


Brennwertkessel
Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast 
vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umzusetzen und zu nutzen. 
Die Brennwertkessel verfügen über Hochleistungs-Wärmetauscher, die die 
Abgase bevor sie durch den Schornstein entweichen soweit abkühlen, dass der in 
ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte 
Kondensationswärme zusätzlich auf das Heizsystem überträgt.

Die Heizsystem-Rücklauftemperaturen kleiner 40 °C wählen.

 

0
^ Seitenanfang
360
 Holzvergaser-Heizkessel:
 

Holzvergaserkessel

Das Prinzip:

Eine Trocknung der Restfeuchte im Holz, Vergasung (Pyrolyse) und Vorverbrennung 
der leicht brennbaren Bestandteile findet wie üblich im Füllschacht statt. 
Das Stückholz wird von oben in den Brennraum gelegt. Über ein Gebläse wird Luft
(Primärluft) von oben durch das Holz gedrückt. Im unteren Teil des Kessels findet
die Verbrennung statt. In einem Keramikblock wird das freigesetzte Holzgas verbrannt.
Die Keramiksteine heizen sich dabei rotglühend auf und bewirken unter
Zugabe von Sekundärluft eine optimale Nachverbrennung. 

In der Mitte des Bodens befindet sich der Wirbelkammerbrenner. 
Die Verbrennungsgase strömen nach unten durch diesen Brenner. 
Aufgrund der Verwirbelung mit Sekundärluft findet hier die Hauptverbrennung statt. 
Bei Temperaturen bis 1100° C verbrennen nun auch die schwerzündenden
Bestandteile. 
Die nach unten austretende Flamme der Nachverbrennung mit starker Blaufärbung 
ähnelt die einer Gasflamme.

Wichtig: 
Holzvergaserkessel vertragen keine ungeordneten Holzreste oder Sägespäne.
Holzvergaserkessel sind nur in Verbindung mit einem Pufferspeicher zum Betrieb
geeignet.
Bei Holzfeuerungen dürfen die Heizkessel nicht mit einer Rücklauftemperatur
unter 60 °C betrieben werden (Versottung).

Energieinhalt:
Laubholz (Hartholz):
Ein Raummeter (rm) Buchenholz (20 % Wassergehalt) entspricht der
Energiemenge von ca. 200 ltr. Heizöl EL bzw. 200 cbm Erdgas H.
Nadelholz (Weichholz):
Ein Raummeter (rm) Fichte (20 % Wassergehalt) entspricht der
Energiemenge von ca. 130 ltr. Heizöl EL bzw. 130 cbm Erdgas H.

Raummeter rm (Ster):
Maßeinheit mit einem Gesamtvolumen von 1 cbm für geschichtetes Holz
einschließlich Luftzwischenräume.

Festmeter:
Maßeinheit für  1 cbm feste Holzmasse.
1 Festmeter Scheitholz entspricht ca. 1,4 Raummeter.

CO2-neutral:
Das Heizen mit Holz ist sicherlich nicht CO2-neutral, wie oft medienwirksam behauptet wird. Das beim Verbrennen eines Baumes freigesetzte CO2 wird zwar wieder durch Photosynthese vom Wald aufgenommen, das dauert aber 70 bis 100 Jahre lang.

Asche:
Die Verbrennung von Holz ergibt
bei Sauerstoffüberschuss: 1 % Asche, 99 % Kohlendioxid und Wasser;
bei Sauerstoffmangel: 1 % Asche, 99 % Kohlendioxid, Wasser, Kohlenmonoxid, Wasserstoff;
ohne Sauerstoff: 35 % Holzkohle und Asche, 35 % Teer und Schwelstoffe, 30 % Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.

Wenn jedoch Rinde und Zweige mit verfeuert werden, erhöht sich der Aschenanteil
auf bis zu 5 %.

1 kg Holz benötigt beim Verbrennen ca. 4,3 m3 Luft; dabei entstehen 5,6 m3 brennbares Gas.

Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft :
Bezeichnet eine Art und Weise der Holzwirtschaft, bei der der Waldbestand als
natürliche Ressource für die Holzwirtschaft auf Dauer gesichert bleibt. 
So wird z.B. immer nur soviel Holz geschlagen, wie durch Wiederaufforstung
nachwachsen kann. 

Natürliche  Wald - Wachstumsdauer:   90 - 120 Jahre

Es ist  außerdem dafür zu sorgen, dass dem Wald nicht die natürlichen Lebens- und Wachstumsvoraussetzungen entzogen werden.
z.B. durch Schadstoffe im Boden und in der Luft (saurer Regen, Waldsterben); 
durch Klimawandel (Treibhauseffekt)


Wirtschaftlichkeit von Biomasseanlagen:

Bei den Biomasseanlagen sind höhere Investitionskosten und somit höhere jährliche
Kapitalkosten im Vergleich zu Öl- oder Gaskesseln gegeben.
Allerdings werden die höheren Kapitalkosten insbesondere bei
Hackschnitzelheizungen – je nach Brennstoffverbrauch - durch die geringeren
Brennstoffkosten oft aufgewogen.
Die Brennstoffkosten als wesentliche verbrauchsgebundene Kosten bestimmen das
Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsberechnung maßgeblich.
Hackschnitzelheizungen könnten sich damit in Wärmeversorgungsaufgaben als
wirtschaftlich erweisen.
 

........................................................................................................................................

Ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen mit Holz
Umweltbundesamt Deutschland     
       Heizen mit Holz.pdf  264 KB >>>>>    Download

0
^ Seitenanfang
400
 Energieeinsparung:

 
Energieeinsparung bei nachfolgenden Sanierungsmaßnahmen

Überschlagswerte nur zur Grobabschätzung und abhängig vom derzeitigen
Bau- und  Anlagenzustand sowie dem Nutzerverhalten.

Neue gesamte Heizungsanlage bis zu 13 %
Wärmeschutzverglasung bis zu   9 %
Dach dämmen bis zu 10 %
Außenwände dämmen bis zu 25 %
Kellerdecke dämmen bis zu   5 %
________________________________ __________
Kesselaustausch bis zu   8 %
Solaranlage für Warmwasser bis zu   7 %
Luft-Wasser-Wärmepumpe ( ta > + 5°C )
für Warmwasser
bis zu   6 %

 Grundlage: Untersuchungsergebnisse

Um eine genaue Aussage zur Energieeinsparung treffen zu können, ist eine 
Heizlastberechnung  (Wärmebedarfsberechnung) vom gesamten Gebäude 
( Ist-,  Soll-Analyse ) durchzuführen. 

Hinweis bei einer Berechnung gemäß EnEV:

Die angegebenen Werte des Jahres-Primärenergiebedarfs und des Endenergiebedarfs 
sind vornehmlich für die überschlägig vergleichende Beurteilung von Gebäuden vorgesehen.
Sie erlauben nur bedingt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch.

Die Dimensionierung und Auslegung der Wärmeerzeuger, Warmwasserbereiter und Heizflächen
kann nur auf der Grundlage einer Heizlastberechnung erfolgen.
Die benötigten U-Werte von Bauteilen sowie die Anlagensysteme werden aus der
EnEV-Berechnung entnommen.

...............................................................................................................................................


Nutzerverhalten zum Energiesparen


Auch ohne hohe Investitionen und sogar kurzfristig ist es möglich, in einem Gebäude 
Energie zu sparen.

Einfache Maßnahmen können konsequent betrieben schon effektiv sein.

 - wie die Raumtemperatur senken.
 - das Lüftungsverhalten zu verbessern.
 - elektrische Verbraucher nur bei Bedarf anzuschalten.
 - Heizkörperthermostaten nach Bedarf einstellen.
 - Regelungen genau an den Bedarf anzupassen.

Allein durch ein verändertes Nutzerverhalten und eine Optimierung von haustechnischen Anlagen
kann eine Senkung des Energieverbrauchs
um 5 bis 10 % möglich sein.

................................................................................................................................................

 Wärmedämmungen am Gebäude:

 
Der empfohlene und wirtschaftliche Bereich der Wärmedämmung liegt bei Dämmstoffdicken 
 zwischen 10 cm und maximal 20 cm.
 Bei Dämmstoffdicken über 20 cm ist für mitteleuropäische Klimaverhältnisse praktisch 
 mit keiner weitern Gesamt-Energieeinsparung mehr zu rechnen.

   
Beispiel:
    Betonaußenwand: Dicke 30 cm
    Dämmstoffdicken: 10 cm, 20 cm, 30 cm,  40 cm und 50 cm  (Versionen)
    Wärmedämmung: Wärmeleitfähigkeit (lambda) 0,04 W/m*K 
    Innentemperatur:     20 °C
    Außentemperatur: - 10 °C
    Berechnungsgrundlage:  DIN 4108 2001-07

 



................................................................................................................................................

 
Energieeinsparungen im Gewerbe:

 
Nur wer seinen Betrieb kennt, kann auch Energie sparen.
 Erst wenn die relevanten Energieverbraucher erfasst sind, ist eine Konzentration auf die
 Bereiche möglich, die eine Energieeinsparung bringen und unter Kostengesichtspunkten
 besonders interessant sind.

    Checkliste der zu prüfenden Bereiche:

  - Druckluft (z. B. auf Leckstellen untersuchen) 
  - Dampfnetz.
  - Anlagen, Maschinen, Geräte und Pumpen. (z. B. drehzahlgeregelte Pumpen) 
  - Heizung und Brauchwasserbereitung.
  - Verwaltung und Büro: Rechner, Drucker, Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Telefax usw.
  - Beleuchtungen im Außen- und Innenbereich.  
  - Lüftungen und Klimatisierung (z. B. Luftfilter überprüfen).
  - Abluftanlagen  (z. B. Ventilator reinigen).
  - Kaltwassernetz prüfen. (z. B. Tropfende Wasserhähne). 
  - Gebäude (z. B. Hallendach dämmen)
  - Wartungen
  - Anlagenoptimierungen und Abstimmungen der Verbraucher auf die Betriebszeiten 

 

0
^ Seitenanfang
500
 Öffentliche Trink-Wasserversorgung in Deutschland:
 
Wofür   ?   
Woher   ?
  Verbrauch je Einwohner 
und Tag inkl.  Kleingewerbe
 
Baden und Duschen 31 % Quellwasser 12 % USA 295 ltr.
WC-Spülung 31 % Angereichertes Grundwasser 10 % Japan 278 ltr.
Wäsche 14 % Grundwasser 62 % Norwegen 260 ltr.
Geschirrspülen  6 % Fluß-,See- u. Talsperrwasser 10 % Schweiz 237 ltr.
Körperpflege  6 % Uferfiltrat  6 % Italien 213 ltr.
Gartenwasser  4 %     Schweden 191 ltr.
Reinigung  3 %     Luxemburg 170 ltr.
Trinken und Kochen  3 %     Österreich 162 ltr.
Autowaschen  2 %     Polen 158 ltr.
        Frankreich 156 ltr.
        Deutschland 127 ltr.

.................................................................................................................................

Die Trennung von Trink- und Nutzwasser führt zu Trinkwassereinsparungen.
(Nutzung von Regenwasser für das Gartenwasser und die WC-Spülung.)


Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gab 1999 neue Daten 
zur weltweiten Wasserknappheit bekannt: 
Danach sterben jährlich 5,3 Mio. Menschen, weil sie kein sauberes 
Trinkwasser  haben.

.................................................................................................................................

Tipp zur Trinkwasserverordnung:  (Für Bauherrn und Architekten)

Die Bedeutung der Trinkwasser-Installation für gesundes Wohnen und Arbeiten
verlangt eine Verständigung unter allen für Planung,  Erstellung,  Betrieb und
Instandhaltung verantwortlichen Partnern.

Die Grundrissplanung von Sanitärräumen muss installationstechnisch
günstig sein.

1. Sanitärbereiche möglichst übereinander.

2. Sanitärbereiche möglichst nebeneinander.

3. Innerhalb von Sanitärbereichen nur kurze Rohrleistungswege ermöglichen.

4. Nur sanitäre Einrichtungen wählen, die mindestens innerhalb von
    72  Stunden genutzt werden.

Bei Wasser, dass länger als 72 Stunden in einer Trinkwasser-Installation stagniert,
kann nicht mehr von einem hygienisch einwandfreien Zustand ausgegangen werden.

 

0  
^ Seitenanfang
600
 Brennstoffzelle:  Energieverwendung mit Wasserstoff
 
Funktionsprinzip der Brennstoffzelle:

Es handelt sich um einen elektrochemischen Prozess, der der umgekehrten Elektrolyse entspricht und vereinfacht ausgedrückt Wasserstoff und Sauerstoff getrennt durch eine für
positiv geladene Wasserstoffprotonen durchlässige Wand (den Elektrolyten)  kontrolliert reagieren lässt. An der Anode bewirken katalytische Oberflächen eine Herauslösung von Elektronen aus den  Wasserstoffmolekülen. 
Die Elektronen gelangen über einen Stromleiter zur anderen Seite und ionisieren dort unter Einfluss  katalytischer Schichten  die Sauerstoffmoleküle. Die ionisierten Sauerstoffatome
reagieren anschließend mit den  Wasserstoffprotonen zu reinem Wasser.

Die Elektronenbewegung kann als elektrischer Gleichstrom nutzbar gemacht werden. Zusätzlich entsteht aus der Reaktion Wärme, die zu Heizzwecken genutzt werden kann.

Brennstoffzelle zur Hausenergie- Versorgung:

Leistung: von 10 bis 100 KW
Betriebstemperatur: unter 80°C.
elektrischer Wirkungsgrand liegt bei etwa  35 %
System-Wirkungsgrad:  bis 75  %  ( Elektrische Energie + Wärmeabgabe )
.......................................................................................................................................

Das Prinzip der Brennstoffzelle wurde bereits 1839 vom Engländer William R. Grove
entdeckt.
Ihre Renaissance erlebte die Brennstoffzelle ab den 1950er Jahren mit der beginnenden Raumfahrtforschung.

  

0
^ Seitenanfang
700
 Energieträger:


Deutsche Erdgas-  und  Erdöl-  Importe:  Stand 1998
 

Erdgas-Importe:

Anteil in %

  Erdöl-Importe:

Mio. Tonnen

Russland 35      Russland 26,8  
Niederlande 22      Norwegen 21,9  
Irland 21      Großbritannien 19,6  
Norwegen 19      Libyen 13,4  
Sonstige    3      Algerien  5,5  
                         Saudi-Arabien 5,3  
      Syrien 5,1  
      Venezuela 2,5  
      Sonstige > 3,3  
.......................................................................................................................................

Statische Reichweite der Reserven fossiler Energieträger und Uran: 
Stand 1999

Nicht berücksichtigt sind: 
-Mehrverbrauch durch Wirtschaftswachstum 
-Steigende Weltbevölkerung

 
Braunkohle: 544 Jahre 
   Steinkohle: 150 Jahre
          Erdgas: 64 Jahre
            Erdöl: 44 Jahre
           Uran: 37 Jahre  
Quelle:   Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Technologie.

.......................................................................................................................................

Energieaufwand der Energieträger in % der Endenergie.
( Für die Herstellung und Bereitstellung )


Pellets:  Aus trockenem Industrierestholz.
Bei Verwendung von feuchtem Industrie- oder Waldrestholz steigt der Energieaufwand aufgrund des höheren Wassergehaltes an.

h  Flüssiggas:  14,50  % 
h  Heizöl:  12,00 % 
h  Erdgas:  10,00 %
h  Pellets:  2,70 %
h   Hackgut:  2,30 % ( Wassergehalt 30 % ) 
h   Stückholz: 1,20 % 

.......................................................................................................................................

Energieversorgung für Deutschland 
Statusbericht vom März 2006
 

Mit dem Statusbericht werden die Fakten und Zahlen zur Energieversorgung
dargestellt.
Sie machen insbesondere deutlich, in welchem Maße die deutsche
Energieversorgung in die globalen Rohstoffmärkte und in den europäischen
Binnenmarkt für Energie eingebunden ist. 
Der Bericht enthält eine Bestandsaufnahme
der aktuellen Situation sowie eine 
Vorschau auf den Zeitraum bis 2020. 
Auf der
Grundlage der Zahlen und Fakten werden in einem zweiten Schritt die
Herausforderungen beschrieben, die sich daraus für die Modernisierung der
deutschen Energieversorgung ergeben.

BMWI:  
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
     energieb.pdf      484 KB >>>>>    Download
.......................................................................................................................................

Energieversorgung auf einen Blick
Statistisches Bundesamt Deutschland     
  Energie_Blick_2009.pdf  2980 KB >>>>>    Download


0
^ Seitenanfang
800
 Umwelt:

Eisbär der Energiesparer

WÄRMEREGULIERUNG VON TIEREN

Tiere gehen mit Wärme auf verschiedene Weise um. 
Man unterscheidet im Tierreich zwischen 
wechselwarmen Tieren wie Insekten,
Amphibien sowie Reptilien 
und
gleichwarmen Tieren, hierzu zählen Vögel und Säugetiere. 

Bei gleichwarmen Tieren ( Vögel und Säugetiere ):

Die rege Stoffwechselaktivität von gleichwarmen Tieren sorgt für eine gleich bleibende oder
nur leicht variierende Körpertemperatur, die nicht von der Außentemperatur abhängt. 
Sie haben, wie wir Menschen auch, eine eigene Wärmequelle, ihren Stoffwechsel. 
Die Fähigkeit, ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren, ermöglicht es ihnen, 
auch nachts, also unabhängig von der Sonne, aktiv zu sein. 
Außerdem können sie niedrige Temperaturen besser ausgleichen. 

Der Eisbär beispielsweise hat einerseits ein sehr dichtes Fell, andererseits schützt 
ihn eine isolierende Fettschicht vor der Kälte. 
Mit einer Wärmekamera (Infrarot) ist er kaum zu erkennen, da er sehr wenig Wärme an
seine Umgebung abgibt. 

Weiterhin sind gleichwarme Tiere dazu prädestiniert, über einen längeren Zeitraum hinweg Spitzenleistungen zu erbringen. Dies lässt sich beim jährlichen Flug der Zugvögel sehr gut beobachten

 

Bei wechselwarmen Tieren ( Insekten, Amphibien sowie Reptilien ):

Die Körpertemperatur wird durch die Temperatur ihrer Umgebung gesteuert. 
Diese Tiere sind auf eine Wärmequelle angewiesen, die außerhalb ihres Körpers liegt. 
Eine solche Wärmequelle kann beispielsweise die Sonne sein. Die wechselwarmen Tiere
benötigen ebenfalls eine ausreichende »Betriebstemperatur«, damit ihr Körper optimal
funktioniert. 
Über ihre Haut nehmen sie zum Beispiel die Strahlen der Sonne wie Sonnenkollektoren auf.
Die Speicherfähigkeit der Haut ist allerdings gering. 
Das bedeutet: Sobald die Umgebung abkühlt, geht die Aktivität dieser Tiere drastisch zurück und sie verfallen in die so genannte Winterstarre. 
Die Körperfunktionen werden dabei bis auf beinahe null heruntergefahren. 
Man könnte dies mit der Stand - by - Funktion bei elektronischen Geräten vergleichen. 
Bei erneuter Energiezufuhr von Wärme würde ihr  »Motor«  wieder anspringen.


....................................................................................................................................


Inselstaat Tuvalu versinkt im Meer

Die etwa 11 000 Einwohner des pazifischen Inselstaates Tuvalu müssen ihre vom steigenden Wasserspiegel bedrohte Heimat aufgeben. Neuseeland werde sie ab 2002 aufnehmen, erklärte das US-amerikanische Earth Policy Institute am 16.11.2001 in Washington.

Tuvalu ist nach Angaben der Umweltexperten das erste Land, aus dem alle Einwohner wegen des klimabedingten Anstiegs der Meereshöhe auswandern müssen. Der Inselstaat zwischen Australien und Hawaii ist mit 26 km2 (etwa die Stadtfläche von Basel) das viertkleinste von den Vereinten Nationen (UN) anerkannte Land.

 

Durch Erosion der Strände versinken die insgesamt neun Inseln Tuvalus dem Earth Policy Institute zu Folge allmählich im Meer. Schon jetzt hätten die Menschen dort immer häufiger mit Überschwemmungen zu kämpfen. Die Gewinnung von Trinkwasser und die Produktion von Lebensmitteln werde immer schwieriger.

Als so gut wie sicher gilt, dass weitere Inselstaaten überschwemmt und unbewohnbar werden. Im schlimmsten Fall könnten Millionen von Menschen aus niedrig gelegenen Ländern betroffen sein. Laut Earth Policy Institute stieg der Meeresspiegel im 20. Jahrhundert wegen des Treibhauseffekts um 30 cm. Für den Klimawandel sei der steigende Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre verantwortlich, der durch die Verbrennung fossiler Energieträger beeinflusst wird.

Die höheren Temperaturen führten zu immer heftigeren Stürmen und Überschwemmungen auf den Inseln.

Als ebenfalls stark gefährdet gelten die Malediven im Indischen Ozean. Schon 1987 wies deren Präsident Maumoon
Abdul Gayoom vor der Generalversammlung der UN darauf hin, sein Land sei vom steigenden Wasserspiegel bedroht.

Die meisten der mehr als 1000 Inseln des Taucherparadieses ragen kaum 2 m aus dem Ozean hervor.

Quelle: Harenberg

....................................................................................................................................


CO - Abgabe an die Atmosphäre durch menschliche Atmung:

Die eingeatmete Luft enthält:

    20.9 % Sauerstoff,
    78,1 % Stickstoff ,
    0,93 % Argon und
    0,035 % CO2.

Nach Pschyrembel, Medizinisches Wörterbuch, 257. Auflage, 1994 S. 130
enthält die ausgeatmete Luft:

    16 % Sauerstoff,
    80 % Stickstoff + Argon und
    4 % CO2.

Die Atemfrequenz beträgt beim Erwachsenen 16 - 20/min.

Das Atemzugvolumen (Atemvolumen) beträgt beim Erwachsenen in Ruhe 400 - 600 ml.

Das bedeutet rund 9 l Atemvolumen pro min und damit einen CO2-Ausstoß eines 
Menschen von rund 0.7 g/min oder 380 kg CO2 pro Jahr.

Hochgerechnet auf  82 Mill. Bürger in Deutschland ergibt dies eine Emission durch die
Menschen von rund 30 Mill. t CO2 pro Jahr.

Zum Vergleich dazu:
Die energiebedingten CO2-Emission betrugen 2004 in Deutschland rund 870 Mill. t CO2,
weltweit 28,2 Mrd. t CO2.

Auf der Welt leben rund 6,5 Mrd. Menschen:
Nach gleicher Rechnung atmen daher die Menschen auf der Erde 2,4 Mrd. t CO2 im Jahr 
aus, d. h. die Menschen atmen weltweit fast 10 % der CO2- Menge aus, die die Industrie
emittiert.

Hinzu kommt die CO2-Emission der Tiere, die etwa in der gleichen Größenordnung liegen
dürfte.

Quelle:  Dr. Ludwig Lindner vom 22.11.2005


H
   
^ Seitenanfang
<  H o m e